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Bahn DM Frankfurt/Oder

Die Radsportlerin Laura Süßemilch errang bei der Deutschen Bahnmeisterschaft vom 8. bis 11. Juni in Frankfurt/Oder zweimal die Silbermedaille. Damit qualifizierte sie sich auch für die Europameisterschaft in Anadia (Portugal)

Mit nicht ganz auskurierter Erkältung nahm die Radsportlerin Laura Süßemilch die Wettkämpfe auf der Radrennbahn in Angriff. Am Mittwoch startete sie in der Einerverfolgung. Bei dem 3000m Zeitfahren belegte Süßemilch den fünften Platz mit einer Zeit von 3:45 Minuten. Sie selbst war von ihrer Leistung sehr überrascht. „Ich habe so eine Zeit nicht erwartet, denn für mich ist das persönliche Bestzeit“. Trotz alledem blieb die Radsportlerin eine Sekunde hinter dem Podium, was sie ein wenig ärgerte. Der Sieg ging an Gudrun Stock, die letztes Jahr bei Olympia an dem Start stand und nun Deutschen Rekord fuhr.

Die Mannschaftsverfolgung fand am nächsten Tag statt. Dort hatte das Team um Süßemilch einige Anlaufschwierigkeiten richtig ins Rennen zu kommen. Dennoch schaffte die Mannschaft den Einzug ins Finale und holten sich die Silbermedaille über 4000m.

Am Freitag stand zum ersten Mal die Disziplin Madison für die Frauen im Programm. Vor wenigen Tagen wurde bekannt gegeben, dass diese Disziplin für die Frauen nun olympisch ist. Neben der Mannschaftsverfolgung und dem Omnium, wird nun auch im Jahr 2020 ein Madison Wettbewerb ausgetragen. In Frankfurt/Oder musste Süßemilch 60 Runden fahren. Alle 10 Runden gab es eine Punktewertung. Am Ende belegte sie mit ihrer Madisonpartnerin Gudrun Stock den zweiten Platz mit 18 Wertungspunkten. „Wir sind beide ein sehr aktives Rennen gefahren und hatten den Plan, uns vom Feld abzusetzen, da wir beide gute Zeitfahrerinnen sind“, so Süßemilch. „Letztendlich gelang es uns nicht, einen Rundengewinn rauszufahren, trotzdem haben wir uns in den Sprints gut bewiesen“.
Das zweite Rennen am Freitag bestritt die Radsportlerin im 80 Runden langen Punktefahren. Ab etwa der Hälfte des Rennens gelang es ihr, sich mit zwei weiteren Fahrerinnen für einige Runden vom Feld abzusetzen. Am Ende sicherte sie sich drei Punkte und wurde so Achte. „Sonderlich zufrieden war ich mit diesem Ergebnis nicht“, sagte Süßemilch.

Am Sonntag wurde die letzte Disziplin, Scratch, ausgetragen. In den 40 Runden versuchte sich Süßemilch durch drei Attacken vom Feld abzusetzen, was jedoch nicht gelang. Zum Schluss reichte es zu Platz 10. „Im Großen und Ganzen sind mein Trainer und ich sehr zufrieden mit der Leistung, vor allem die Zeit in der Einerverfolgung und meinen zwei Podiumsplätzen“. Nach den Wettbewerben wurde Süßemilch für die U23 Europameisterschaft nominiert und bereitet sich inzwischen auf den Wettbewerb vor, mit dem Ziel, einige Top Platzierungen einzufahren. (AI)