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BaWü Münsingen | 2019

Julia Servay holt sich den Meister-Titel

Bei sehr schlechten Wetterverhältnissen mit Graupelschauer, Kälte und Wind, machten sich die Rennfahrer des RSC Biberach bei den Württembergischen Straßenmeisterschaften in Münsingen im Albgut zum Start bereit. Ein Rennen, bei dem nicht jeder Fahrer ins Ziel kam. Julia Servay holte sich trotz allem den Meister- Titel, Hanna Geiser wurde Vize-Meisterin.

Moritz Bader ging für die U19 Junioren an den Start. Zwölf Runden waren hier am frühen Morgen in der Kälte zu bewältigen. Bader fuhr am Beginn des Rennens in der Spitze mit. In der ersten Runde hatte sein Rad jedoch einen Defekt und er rutschte sehr weit nach hinten in das Fahrerfeld. Sein Rad wurde wieder instandgesetzt und Bader versuchte, noch Plätze gut zu machen. Runde um Runde fuhr er dichter an das Feld heran und holte sehr viele Fahrer ein. Am Schluss fuhr er mit Platz 4 über das Ziel.

 

Als nächstes starteten die Fahrer der U15 Justin Bellinger, Christian Klinder, Leif Börner, Yannick Schechinger und Noah de Stefani. Die weiblichen Fahrerinnen Rike Fütterling und Hanna Geiser gingen mit ihren Kollegen an den Start, gewertet wurde getrennt.

Hanna Geiser und Justin Bellinger führten sofort das große Fahrerfeld an. Klinder und Schechinger waren auch in der Führungsgruppe dabei. Börner, de Stefani und Fütterling waren in der Verfolgergruppe dahinter. Nach der dritten Runde konnten Schechinger und Klinder dem Tempo nicht mehr ganz folgen und fielen zurück. Bellinger und Geiser waren weiterhin vorne dabei und gaben das Tempo vor.

In Schlussrunde Nummer fünf wurde Bellinger von einem Fahrer von der Straße gedrängt und stürzte. Er musste kurzzeitig aussetzen. Sein Rad hatte unter dem Sturz gelitten und er schob es den Anstieg zum Ziel hinauf. Geiser kämpfte vorne alleine weiter. Nachdem ein Strekcenposten Bellinger mit seinem Rad geholfen hatte, konnte er wieder aufsitzen und beendete sein Rennen mit Platz 14.

Geiser hatte kurz vor dem Ziel schwer zu kämpfen. „Meine Beine haben gekrampft und es ging nichts mehr“, sagte sie nach dem Rennen. Sie kam als zweites Mädchen ins Ziel und wurde Vize-Meisterin. Fütterling war das siebte Mädchen, dass ins Ziel kam. Schechinger konnte sich nochmal ans Feld herankämpfen und rollte als Siebter über das Ziel. Börner fand sich auf Rang 24 wieder. De Stefani, der sein erstes Lizenzrennen bestritt, musste leider vorzeitig aufgeben.

Richard Kimmich trug die Farben des RSC Biberachs in der U17. Sieben harte Runden galt es hier zu fahren. Bis zur Hälfte des Rennens fuhr Kimmich ganz vorne mit. Jedoch machte auch ihm das Wetter zu schaffen und er musste das Führerfeld ziehen lassen. Die restlichen Runden fuhr Kimmich ganz alleine und konnte sich mit keinem Fahrer abwechseln, was viel Kraft kostete. In der letzten Rund gab er nochmals Gas, um wieder ans Feld aufzuschließen. Durch das viele Alleine-fahren fehlte jedoch die Kraft und er schaffte es nicht ganz. Er beendete sein Rennen mit Platz 5.

Julia Servay startete für die U13. Gleich zu Anfang setzte sie sich mit anderen Fahrern an die Spitze und gab hier das Tempo an. Die ganzen 12 Kilometer ließ sie sich von den männlichen Fahrern nicht abhängen und gestaltete das Rennen aktiv mit. Verschiedentlich versuchten die anderen Fahrer auszubrechen. Servay erkannte dies immer sofort und ging das Tempo ohne Probleme mit. Sie zeigte eine Spitzenleistung und darf sich nach ihrem ersten Platz württembergische Meisterin nennen.

 

| Bilder: Bernhard Lingenhöle | Bericht: Lucia Schechinger |