In der U17-Klasse war
Eric Süßemilch genauso erfolgreich wie seine jüngere Schwester
Laura Süßemilch. Zwei Podest-Platzierungen gelangen dem Nachwuchs-Talent, eine davon in der Disziplin, die ihm eigentlich nicht so liegt: Zeitfahren. "Ich muss das realistisch angehen: Ein guter Zeitfahrer zu werden ist schwierig für mich". Dennoch holte er sich beim Kampf gegen die Uhr Bronze mit lediglich sechs Sekunden Rückstand auf den Zweiten. "Super gefahren", so
Bernhard Lingenhöle, sei Süßemilch beim Rundstreckenrennen tags drauf gefahren. Nach und nach kristallisierte sich eine Spitzengruppe heraus, in der Süßemilch vertreten war. "Am Berg sind wir zügig gefahren, es war wie ein Ausscheidungsfahren", berichtete er. Nach sechs Runden auf dem bergigen Rundkurs kam es schließlich zum Spurt der Spitzengruppe. "Ich habe mich ein bisschen verschätzt", fasste Süßemilch den Schlusssprint zusammen, er habe sich an dem falschen Fahrer orientiert. Das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen: mit Rang 2 bescherte Süßemilch dem RSC Biberach die dritte Medaille bei der Meisterschaft.
Mit einem Handicap startete
Linus Seif in das Rennen der U19-Klasse: wie
Felix Bader war er die Woche zuvor krank gewesen. "Wenn ich fit gewesen wäre, wäre schon mehr drin gewesen", schätzte Seif. Im Verlauf des 85 km langen Rennens setzten sich vier Ausreißer ab, das Hauptfeld blieb weitestgehend zusammen. "Es war eine Qual, immer wieder den Berg hochzufahren", so Seif. Am Ende verpasste er mit Rang 13 nur knapp sein Ziel einer Top Ten-Platzierung.