Die zweite deutsche Meisterschaft in diesem Jahr war es für
Linus Seif &mdash und auch die letzte Möglichkeit, bei einer Meisterschaft eine Medaille zu bekommen. "Als ich dort am Start gestanden bin, habe ich gedacht: das ist jetzt die letzte Chance". Den 40 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr trat er nicht allein an, 3 weitere Fahrer ergänzten das württembergische Jugendfahrer-Quartett. "Die ersten paar Kilometer hatten wir ein relativ hohes Tempo, aber dann kam der Einbruch", erzählte Seif, erst auf dem letzten Drittel sei es ihm besser gegangen. Mit einem Schnitt von 48 km/h schloss die Mannschaft das Zeitfahren ab, 38 Sekunden trennten sie vom Sieg.
Bernhard Lingenhöle hat so eine Platzierung erwartet: "Es ist schon Tradition, dass die Württemberger beim Zeitfahren vorne mitfahren".
Seif hat sich nun schon sein nächstes Ziel gesteckt, "nächstes Jahr einmal einen Einsatz für die Nationalmannschaft, das wäre schon cool". Bei den kommenden Sichtungsrennen kann er sich dafür noch empfehlen, vor allem auf der Bahn sind seine Chancen gut.
Im zweiten Vierer-Team aus Württemberg fuhr
Eric Süßemilch mit. Bereits vor dem Wettkampf gab es Probleme: ein Fahrer war ausgefallen, sodass der Vierer mit einem Ersatzmann starten musste. "Das Tempo war nicht durchgängig hoch", kritisierte Süßemilch, das machte den Vierer unrhythmisch und langsam. Mit Rang 11 verpassten sie nur knapp die Top10, aber Süßemilch hat viel an Erfahrung gewonnen: "Im Vierer muss man sich extrem konzentrieren". Aber wenn man wisse, dass sich die anderen genauso verausgaben, "da quält es sich einfach leichter". Denn geteiltes Leid ist eben halbes Leid.