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11.09.2010 Biberacher Fahrer meistern weiteren Saisonhöhepunkt
Biberach &mdash Kein gewöhnliches Wettkampf-Wochenende haben die Biberacher Radrennsportler hinter sich: während die U15-Schülerinnen und die Jugendfahrer bei den deutschen Zeitfahrmeisterschaften in Genthin ihr Bestes gegeben haben, sind die U11- und die U13-Schüler ein Zeitfahren in kleinerem Rahmen gefahren.
Auf der neunten Etappe des Vier-Länder-Cups schlugen sich die Jüngsten des RSC Biberach sehr gut: in der U11-Klasse mussten zwei Runden á drei Kilometern möglichst schnell gefahren werden &mdash kein Problem für Lenny Herrmann. Nur neun Sekunden trennten ihn vom Sieg auf der anspruchsvollen Strecke. Sein Vereinskollege Oskar Holzapfel rundete mit Rang 7 das Ergebnis ab, Julian Barth belegte Rang 8 im Rennen der U13.
Am selben Tag startete Tobias Scheit beim Interstuhl-Cup Rennen in Tailfingen. "Das Streckenprofil war im Grunde wie eine große Badewanne", verglich Scheit. Mit Rang 3 konnte er seine Führung weiterhin verteidigen.
DM Genthin
"Alles flach, Straße vor, Straße zurück". So beschrieb Laura Süßemilch die Zeitfahrstrecke in Genthin, auf der sie zusammen mit Isabell Seif die deutsche Meisterschaft im Paarzeitfahren bestritt. "Wir sind gut in Schwung gekommen und konnten das Tempo halten", sagte Seif, "nur am Wendekreis hatten wir Probleme". Der war nämlich zu früh markiert, sodass die beiden bereits 20 Meter vor dem eigentlichen Wendepunkt begannen, abzubremsen. Wenig später dann das Ergebnis, Platz 10 für die Biberacherinnen. "Als wir ins Ziel kamen, habe ich gedacht, dass wir besser sind", gab Süßemilch zu. "Wir waren einfach zu langsam", ergänzte Seif. Für das nächste Zeitfahren wissen die beiden schon, was sie besser machen wollen: "Davor mehr trainieren". Und dann klappt es bestimmt auch mit dem Treppchen.
Linus Seif
Die zweite deutsche Meisterschaft in diesem Jahr war es für Linus Seif &mdash und auch die letzte Möglichkeit, bei einer Meisterschaft eine Medaille zu bekommen. "Als ich dort am Start gestanden bin, habe ich gedacht: das ist jetzt die letzte Chance". Den 40 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr trat er nicht allein an, 3 weitere Fahrer ergänzten das württembergische Jugendfahrer-Quartett. "Die ersten paar Kilometer hatten wir ein relativ hohes Tempo, aber dann kam der Einbruch", erzählte Seif, erst auf dem letzten Drittel sei es ihm besser gegangen. Mit einem Schnitt von 48 km/h schloss die Mannschaft das Zeitfahren ab, 38 Sekunden trennten sie vom Sieg. Bernhard Lingenhöle hat so eine Platzierung erwartet: "Es ist schon Tradition, dass die Württemberger beim Zeitfahren vorne mitfahren".
Seif hat sich nun schon sein nächstes Ziel gesteckt, "nächstes Jahr einmal einen Einsatz für die Nationalmannschaft, das wäre schon cool". Bei den kommenden Sichtungsrennen kann er sich dafür noch empfehlen, vor allem auf der Bahn sind seine Chancen gut.
Im zweiten Vierer-Team aus Württemberg fuhr Eric Süßemilch mit. Bereits vor dem Wettkampf gab es Probleme: ein Fahrer war ausgefallen, sodass der Vierer mit einem Ersatzmann starten musste. "Das Tempo war nicht durchgängig hoch", kritisierte Süßemilch, das machte den Vierer unrhythmisch und langsam. Mit Rang 11 verpassten sie nur knapp die Top10, aber Süßemilch hat viel an Erfahrung gewonnen: "Im Vierer muss man sich extrem konzentrieren". Aber wenn man wisse, dass sich die anderen genauso verausgaben, "da quält es sich einfach leichter". Denn geteiltes Leid ist eben halbes Leid.

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