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19.06.2011 RSC-Sportler fahren zur deutschen Straßenmeisterschaft
Biberach &mdash Für fünf Radsportler des RSC Biberach naht der Saisonhöhepunkt: am kommenden Sonntag findet die deutsche Straßenmeisterschaft in Meiningen statt. Dort erwartet sie starke Konkurrenz und eine anspruchsvolle Strecke.
In der U19-Klasse bestreitet der frischgebackene süddeutsche Meister Linus Seif bereits seine vierte deutsche Straßenmeisterschaft. Wettkämpfe dieser Größenordnung sind für ihn schon fast Routine, da die Schwierigkeit denen der national ausgetragenen Bundesliga-Serie ähnelt: "Das ist gleich besetzt, es geht halt um einen Titel". Aus diesem Grund sei ein schnelles und spannendes Rennen zu erwarten. "Es wird ständig Attacken geben, die Favoriten werden sich entsprechend behaupten", schätzt Seif den Verlauf des 120 Kilometer langen, bergigen Rennens ein. Dass er seinen Erfolg der süddeutschen Meisterschaft wiederholen kann, glaubt Seif nicht: "So wie ich mitgekriegt habe, ist die Strecke richtig hart. Ich sehe das realistisch, die anderen sind am Berg besser als ich. Ich mach einfach das Beste draus".
Für Eric Süßemilch ist es ebenfalls die vierte deutsche Meisterschaft, letztes Jahr fuhr er auf Rang 19: "Da hatte ich noch nicht die Substanz, die ich dieses Jahr habe". Seine Platzierungen in diesem Jahr können sich sehen lassen, Süßemilch gewann überlegen eine Bundesjugendsichtung und sicherte sich insgesamt drei Medaillen bei den Baden-Württembergischen und bei den Süddeutschen Meisterschaften. "Bei Eric ist immer alles möglich. Er gehört zu den Spitzenfahrern in Deutschland", ist sich Trainer Bernhard Lingenhöle sicher. Süßemilch erwartet ein unvorhersehbares Rennen, dass sich Ausreißergruppen absetzen, schließt er nicht aus: "Wenn in der Gruppe die richtige Mischung ist, wird die nicht mehr eingeholt. Wenn sie mich alleine fahren lassen, mach ichs natürlich". Seine Zielsetzung formuliert Süßemilch nur vage, "immer vorne fahren, sich im richtigen Moment quälen und besser sein als letztes Jahr".
U15-Schüler
Das dürfte auch das Ziel seiner Schwester Laura Süßemilch sein. Sie startet zusammen mit ihrer Vereinskollegin Isabell Seif in der Schülerinnen-Klasse. Was der einen Freud, ist der anderen Leid: während der 3 Kilometer lange Berg eine Schwierigkeit für Seif darstellt, ist er für Süßemilch ein Erfolgsgarant. "Laura kann man am Berg nicht abhängen", so Lingenhöle. Bei der letzten deutschen Meisterschaft vereitelte ihr ein Sturz die gute Platzierung, der diesjährigen Meisterschaft blickt sie optimistisch entgegen: "Bei mir sind viele Rennen dieses Jahr gut gelaufen, ich will vorne dabei sein". Weniger hohe Erwartungen an sich hat Isabell Seif, "ich erwarte keinen großen Erfolg". Zu ihren Stärken zählen eher Sprint und flache Rennkurse, deshalb seien ihr die deutschen Bahn- und Zeitfahrmeisterschaften wichtiger: "Da erhoffe ich mir mehr".
Sein Debüt bei der deutschen Meisterschaft steht Felix Bader bevor. "Ich freue mich darauf, weil da auch andere sind, die ich noch nicht kenne". Eine weitaus stärkere Konkurrenz als bei Baders bisherigen Wettkämpfen prophezeit Bernhard Lingenhöle: "Wenn man in Baden-Württemberg fährt, sind es eine Handvoll Fahrer, die gleich gut sind. In Süddeutschland sind es schon 20, die gleich gut sind". Baders Hoffnung ist, dass er sich mit einer Gruppe vom Hauptfeld absetzen kann. "Ich denke, das wird ein sehr schnelles Rennen. Es kann sein, dass es ganz gut läuft und ich in der vorderen Gruppe bin, aber man darf auch nicht enttäuscht sein, wenn es nicht so gut klappt".

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