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23.11.2002 Jubiläumsfeier des RSC zum 40jährigen Bestehen des Vereins
Biberach: 40 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit im Radrennsport - dieses Jubiläum beging der RSC Biberach am vergangenen Samstag Abend im gut besuchten Foyer der Biberacher Stadthalle.
Der erst im Frühjahr gewählte Vorsitzende, Dietmar Schmid, konnte eine große Zahl von Ehrengästen, darunter Herrn OB Fettback und den Vorsitzenden des Sportkreises Biberach, Herrn Dörflinger, begrüßen. Viele Sponsoren waren der Einladung nachgekommen und dürften sich über ihre Nennung gefreut haben, aber auch viele Vereinsmitglieder und die große Zahl der aktiven Fahrer im Schüler- und Jugendalter zeigten, wie lebendig und junggeblieben sich der Verein heute präsentieren kann. Frank Reichel, Gründungsmitglied und selbst Vereinsvorsitzender von 1971 - 2002 war derjenige, dem die Ehrungen in erster Linie galten. Seine vielfältigen Tätigkeiten für und rund um den RSC haben den Verein erst zu dem gemacht, was er heute ist.

Ohne die große Zahl von ehrenamtlichen Helfern jedoch, sei es im Bereich des Trainings, der Organisation von Radsportveranstaltungen oder auch ganz selbstverständlich im Hintergrund, kann ein Verein mit weit über 200 Mitgliedern nicht existieren. Dies wurde in den zahlreichen Grußworten für alle Anwesenden überdeutlich. In sehr persönlicher Weise blickte Katrin Krug auf einen Teil der Vereinsgeschichte zurück, den sie selbst durch ihren im Radsport erfolgreichen Sohn Tobias miterlebte und auch mitgestaltete. Mit herzlichen Worten dankte sie Frank für seinen Einsatz zum Wohl der Jugendfahrer und wünschte Dietmar Schmid die gleiche glückliche Hand bei der Führung des Vereins. Sie sprach im Namen aller Gäste, als sie ihn daran erinnerte, dass er den ganzen RSC zum Freund habe.

Oberbürgermeister Thomas Fettback lobte den RSC für sein Erfolgskonzept, das Sport- und Jugendarbeit glücklich miteinander verbinde. Er bedauerte das Schlecht-Reden, das in so großem Umfang unsere Gesellschaft, die Wirtschaft und auch die Politik erfasst habe, und ließ nicht unerwähnt, dass vom Engagement des RSC auch die Stadt Biberach profitiere. Ein "Aushängeschild für unsere Stadt" sei dieser Verein und seine finanzielle Anerkennung wurde gerne entgegengenommen.

Der langjährige ehemalige Bürgermeister von Ummendorf und jetzige Sportkreisvorsitzende Dörflinger erinnerte in seinem Grußwort an die vielen Talente, die der RSC hervorgebracht hat. Auch der stetige Mitgliederzuwachs zeige, dass der Radsport durchaus attraktiv ist und er dankte Bernhard Lingenhöle, der seit über 20 Jahren die Trainingsarbeit leitet, und den Eltern, die in ihrer Freizeit ihre Kinder in vielfältiger Weise unterstützten, mit herzlichen Worten.
Der Big-Band-Sound der "Biber-Oldies" war eine willkommene Überleitung zum Rückblick über das 40-jährige Vereinsgeschehen, den Reichel selbst hielt. Von bescheidenen Anfängen, nicht nur in materieller Hinsicht, sondern auch was die Zahl der Radenthusiasten betraf, hat sich der Verein mit nur wenigen Flauten zu dem entwickelt, was er heute ist. Dass ihm zahlreiche landesweite Radrennen zur Ausrichtung anvertraut wurden, unterstreicht, welche Bedeutung der Verein auch innerhalb Baden-Württembergs hat.

Aber auch die Breitensportabteilung fand Erwähnung - in Zusammenarbeit mit der AOK sind nach wie vor alle Radbegeisterten beim RSC willkommen. Thomas Georg, selbst ehemaliger Radrennfahrer des Vereins, moderierte den Abend kurzweilig und diente Reichel als Beispiel dafür, dass Vereinszugehörigkeit auch dann noch sehr willkommen ist, wenn die Zeit als aktiver Sportler vorbei ist.
14 Kunstradfahrerinnen aus Bad Schussenried beeindruckten mit einer artistischen Einlage die Gäste, bevor es Zeit für die Ehrungen war: Bernhard Lingenhöle überreichte Pokale an die ersten drei Sieger der RSC-Suchfahrt, die Trainingsfleißigsten, Erfolge bei den Vereinsmeisterschaften und für Siege bei Baden-Württembergischen Meisterschaften und dem LBS-Cup. Weitere Ehrungen galten langjährigen Mitgliedern und den vielen Ehrenamtlichen, die sowohl in der Vergangenheit als auch zur Zeit dem Verein wertvolle Dienste leisteten und leisten. Stellvertretend sollen hier nur Kassiererin Maria Baur, Trainer Bernhard Lingenhöle und seine Assistentin Doris Mailach erwähnt werden.

Für einen kabarettistischen Abschluss des offiziellen Teils sorgte Erika Schilling, die als "Radamazone" die Fortschrittsgläubigkeit und den Ausstattungswahn der Freizeit-Radler auf die Schippe nahm. Ihr Fazit: ganz egal wie up-to-date das equipment ist - ohne Muskelkater hat noch kein Radler einen Berg erklommen. Im übertragen Sinne sicher eine Einsicht, die auch für den erfolgreichen Fortbestand des RSC gelten kann.

Mit Gesprächen, die öfters mit "Erinnerst Du Dich...?" begannen, in denen aber auch Pläne für die Zukunft geschmiedet wurden, klang der Abend aus.

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