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04.05.2003 Landesmeisterschaften: Gibt's hier keinen Aufzug?
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Ummendorf(Michael Gross/Schwäbische Zeitung): Die Radelite des Landes hat sich am vergangenen Sonntag in Ummendorf getroffen, um bei den vom RSC Biberach ausgetragenen baden-württembergischen Straßenmeisterschaften die Besten unter sich zu ermitteln. Bei den hohen Temperaturen und der schwierigen Strecke wurde den Sportlern einiges abverlangt.
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| Spannende Rennen auf anspruchsvoller Strecke |
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| Gut gelaunt ins Rennen: Elitefahrer vor dem Start |
Sie waren sich einig darüber, dass mit der Rennstrecke rund um Ummendorf eine der anspruchvollsten der vergangenen Jahre gefahren werden musste. Fuhren die Teilnehmer teils mit mehr als 70 Stundenkilometern den Berg hinunter, so musste an anderer Stelle schwer gearbeitet werden. Als entscheidend in allen Rennen zeigte sich nämlich der lange Anstieg nach Wettenberg. Anfangs kamen den Rennfahrern Sprüche wie "Gibt's hier keinen Aufzug?" oder "Kann mich mal jemand anschieben?" noch flott über die Lippen, mit dem Fortschritt des Rennens aber wurde es ruhiger, und es entschieden sich immer mehr Fahrer, von ihrem Sportgerät abzusteigen und zu schieben oder gar ganz aufzugeben.
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| Reto Matt gewinnt vor Thomas Senski |
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| Reto Matt: Hier auf dem dem Podest bei Klingau Stausee Rundfahrt. |
Vor allem die Männer litten unter den schwierigen Bedingungen, mussten sie doch in der Mittagssonne ans Werk gehen und den Rundkurs dabei 18-mal bewältigen. Schon in den ersten fünf Runden stiegen mehr als 15 Fahrer aus, ins Ziel und die Wertung fuhren nur noch 56 der ursprünglich fast 200 Starter. Am Ende der gut 151 Kilometer fuhr Reto Matt von der SG Rheinfelden als Erster über die Ziellinie, und er hatte sogar noch Zeit, seine Betreuer am Wegesrand abzuklatschen.
Dabei hatte noch alles viel enger ausgesehen, als die letzte Runde eingeläutet wurde. In einer Gruppe von rund zehn Fahrern, die sich schon früh im ersten Renndrittel vom Hauptfeld abgesetzt hatten, war er in die letzten acht Kilometer gestartet. Dann aber kam besagter Anstieg, Matt stand noch einmal so richtig in die Pedale und ließ dem Rest der Gruppe keine Chance. "Ziemlich gemein, er wusste, dass wir am Berg nicht so stark sind", meinte schmunzelnd nach dem Rennen der Zweitplatzierte Thomas Senski, der im Sprint der Verfolgergruppe der Schnellere war und nach gut vier Stunden mit 32 Sekunden Rückstand knapp vor dem Vorjahressieger Patrick Billinger ins Ziel kam.
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| Reto Matt neuer Spitzenreiter im LBS-Cup |
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| Spitzenplatz bei den Juniorinnen: Ann-Katrin Hellstern (RVC Reute) |
Mit seinem Sieg übernahm Reto Matt auch den Spitzenplatz in der LBS-Cup-Serie, den der Mitfavorit Michael Hass (Ebnet) mit seinem achten Platz im Rennen nicht verteidigen konnte. "Gegen Fahrer rund um Michael Haas wird es aber schwer werden, auch am Ende ganz oben zu stehen", so Matt im Anschluss an die Siegerehrung.
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| Sieg für das Team Stuttgart bei den Frauen |
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| Baden-württembergische Meisterin im Einer-Straßenfahren: Annette Griner (Team Stuttgart) |
Bereits morgens war die Elite der Frauen an den Start gegangen und kämpfte in einer Gruppe von 16 Starterinnen um den Meistertitel. Neidisch sah man dabei die Biberacher RSC-Fahrerin Katrin Beilharz an der Strecke stehen, die gute Chancen auf einen Platz auf dem Podest gehabt hätte, diese Woche aber Abiturprüfungen bestreitet und deshalb nach kurzer Zeit wieder zurück an den heimischen Schreibtisch musste. Nichts mit einem Spitzenplatz wurde es auch für Favoritin Sarah Düster aus Wangen. Zwar war sie schnell in das Rennen gestartet und setzte sich schon in der ersten Runde gut 100 Meter vom Feld ab, bereits im zweiten Durchgang aber schied sie aus. Das nutzten einige Fahrerinnen, um sich in einer neuen Spitzengruppe knapp vom Feld abzusetzen. Freuen über den Titel durfte sich nach 59 Kilometern und rund 800 absolvierten Höhenmetern Annette Griner vom Team Stuttgart, die nur einen Wimpernschlag vor Mannschaftskollegin Johanna Stephan und Martina Höllige (SF Lauffen) ins Ziel kam - übrigens die drei Fahrerinnen , die in anderer Reihenfolge noch tags zuvor in Stetten, wo die Meisterschaft im Einzelzeitfahren ausgetragen wurde, zusammen auf dem Podest standen.
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| Podestplatz für Katrin Schönberger |
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| Starkes Rennen gefahren: 3. Platz für Katrin Schönberger (RSC Biberach) |
Zufrieden war RSC-Vorstand Dietmar Schmid mit dem Abschneiden der Biberacher Fahrerinnen, die beim Nachwuchs starteten. Die beste RSC-Platzierung erreichte Katrin Schönberger, die im U15-Wettbewerb mit nur drei Sekunden Rückstand nach Anna Mosbach (RSC Friesenheim) und Stefanie Andris (RV Stegen) den dritten Platz belegte. Bei den jüngsten, den U13-Fahrerinnen, ging Mia Szymnau für den RSC auf die Strecke und verfehlte mit ihrem vierten Platz nur knapp das Podest. Davon war Anja Schönberger mit ihrem siebten Rang bei den Juniorinnen zwar etwas weiter entfernt, aber mit ihrem ersten Start in dieser Klasse und nur zwölf Sekunden Rückstand auf die Spitzengruppe durfte auch sie zufrieden sein. Der Sieg hier wurde übrigens in einer Art internen Meisterschaft des RVC Reute ermittelt, der mit Ann-Katrin Hellstern und den Geschwistern Heiny die ersten Plätze belegte.
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| Caroline Ibele siegt bei der weiblichen Jugend |
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| von links: Corinna Thumm LG Stuttgart (2), Caroline Ibele RU Wangen (1), Katharina Bock RSV Tailfingen (3) |
Keine Starterin hatte der RSC Biberach beim vierten Nachwuchswettbewerb der Fahrerinnen, bei der weiblichen Jugend, im Rennen. Hier wurde Caroline Ibele (RU Wangen) baden-württembergische Meisterin.
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