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02.05.2004 Lingenhöle: "Gute Bergfahrer waren im Vorteil"
Biberach - Als Trainer des Radsport-Nachwuchses des RSC Biberach hat Bernhard Lingenhöle während der Rennen bei den Meisterschaften in Ummendorf mit seinen Fahrern mitgefiebert. SZ-Redakteur Andreas Wagner unterhielt sich mit ihm.
Bernhard Lingenhöle: Einer der anerkanntesten Nachwuchs-Trainer in Baden-Württemberg.
SZ: Entäuscht, dass keiner Ihrer Fahrer aufs Podium kam?

Lingenhöle: Etwas schon. Wir hatten uns mehr ausgerechnet.

Woran hat's gelegen?

Der Sieger des U15-Rennens etwa war klarer Favorit. Wir hatten ihn in der Woche zuvor bei einem anderen Rennen noch bezwungen - durch Raphael Ott, der aber nicht so stark am Berg ist. Den Schlussspurt des Hauptfeldes gewann Ott, aber eine Ausreißergruppe war zuvor weggefahren. Dazu gehörte unser Jakob Steigmiller, ein Allrounder, der am Ende auf den vierten Platz kam, aber mit etwas Glück hätte er auch Zweiter werden können.

Die Strecke gilt als sehr schwer. Stimmen Sie dem zu?

Oh ja, gute Bergfahrer waren im Vorteil.

Wie beurteilen Sie die Qualität der Rennen?

Unter den Fahrern gab es starke Gruppen, vor allem bei den Schülern. Die Rennen waren sehr hart, zumal wir am Anfang der Saison stehen. Man darf nicht vergessen, dass bei uns vor acht Wochen noch Schnee lag. Der Sieger der U15 hat schon 5000 Kilometer in den Beinen, wir zwischen 1000 und 2000. Die Jungs haben noch Zeit.

Kamen die Meisterschaften zu früh?

Für mich waren die Rennen einen Monat zu früh: Wir betreiben eine Sommersportart. Das sei aber schon immer so gewesen, lautet das Argument.

Am Termin lässt sich nicht rütteln?

Offensichtlich nicht. Radsport ist eine Traditionssportart.

Welche Rückschlüsse ziehen Sie aus dem Abschneiden Ihrer Fahrer für die weiteren Rennen?

Wir sind auf dem richtigen Weg und werden so weitertrainieren wie bisher. Am Wochenende war schon eine Steigerung zu sehen. Die süddeutschen und deutschen Meisterschaften als zwei Saisonhöhepunkte kommen ja noch, und ich bin überzeugt, dass wir bei diesen Rennen mit zwei oder drei Leuten dabei sein werden.

Um dort oder zunächst in den kommenden Rennen der baden-württembergischen Erdgas-Schüler-Cup Serie wieder ganz vorne zu landen

Wir sind am Wochenende ja nicht leer ausgegangen. Bei der Veranstaltung der Mädchen im badischen Mühlhausen wurde Julia Ott in der U13 Dritte, Katrin Schönberger kam in ihrem Rennen auf Platz fünf. Jungen und Mädchen zusammen haben einen dritten, einen vierten und drei fünfte Plätze geholt. Und damit für die Teamwertung im Schülercup gepunktet. Wir liegen damit zwar nicht ganz vorn, aber wir spielen mit.

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