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17.09.2005 Jakob Steigmiller macht Tempo und gewinnt
BIBERACH(bm): Als "Kriterium rund um die e.wa riss" hat der RSC Biberach am Samstag sein zweites Rennen der laufenden Saison ausgerichtet. Auf dem 860 Meter langen Rundkurs boten die aus dem gesamten süddeutschen Raum angereisten Schüler- und Jugendfahrer zwischen 8 und 17 Jahren hervorragenden Radrennsport.
Urkunden und Medaillen für die Einsteiger
Die Einsteigerrennen waren hart umkämpft.
Den Auftakt des Rennnachmittags bildeten fünf Einsteigerrennen. Mit diesem Angebot gelingt es dem RSC immer wieder, junge Nachwuchsfahrer für seine Jugendarbeit zu gewinnen. Sowohl in Jeans als auch in der perfekt sitzenden Rennkombi an der Startlinie stehend, bildeten die Einsteigerfelder zwar ein recht uneinheitliches Bild, doch die Begeisterung war allen Teilnehmern ins Gesicht geschrieben. Die mit 38 Stundenkilometern im U-17-Lauf erzielte schnellste Runde zeigt, dass da so manches noch unerkannte Talent seine Runden drehte.
Erich Süßemilch gewinnt das U11 Rennen
Manuel Quentin (2.), Eric Süßemilch (1.) und Clemens Ott (3.) alle RSC Biberach.
Professioneller ging es beim Start des U-11-Rennens zu, das, wie die beiden nachfolgenden Kriterien, zum letzten Lauf des Vier-Länder-Cups zählte. In dieser Serie sind Fahrer aus Liechtenstein, Österreich, der Schweiz und Deutschland am Start. Die RSC-Fahrer spielten aber ihren Heimvorteil aus und belegten nach zehn Runden mit Erich Süßemilch, Manuel Quentin und Clemens Ott die Plätze eins bis drei. Da glänzten erstmals die Augen des Vereinsvorsitzenden Dietmar Schmid, als er, gemeinsam mit dem Sponsorenvertreter der e.wa riss, die obligatorischen Siegerblumensträuße den durchgehend in den Biberacher Farben gekleideten Fahrern überreichen durfte.
Dominick Reuter Sieger bei den U13
Jakob Steigmiller wurde schon vor dem Rennen für seinen deutschen Meistertitel geehrt. Hier umrahmt von seinen Teamkollegen Martin Beck und Fabian Mailach.
Die 25 Teilnehmer des U-13-Durchgangs ließen es in der Anfangsphase zunächst etwas ruhiger angehen, um dann aber ab der zweiten Wertung so richtig Druck auf die Pedale zu geben. Die letzte Runde durchfuhr der spätere Sieger Dominik Reuter (TV Kressbronn) mit der beeindruckenden Durchschnittsgeschwindigkeit von über 41km/h, und da Hermann Keller (RU Wangen) und Jonas Tenbruck (RV Wendelsheim) auf den beiden nachfolgenden Plätzen dem Sieger nichts schenkten, bekamen die zwischenzeitlich zahlreich an der Strecke versammelten Zuschauer erstmals packende Sprints auf engstem Raum geboten. Als beste RSCler wies die Ergebnisliste auf Platz fünf Maximilian Gölz aus, dicht gefolgt von Julia Ott (7.) und Tobias Scheit (8.).
Temporennen bei der U15
v.l.: Sabrina Schweitzer RU Wangen (3.), Simon Nuber RU Wangen (1.) und Michael Schwarzmann RSC Kempten.
Ab der zwölften von 25 Runden hieß es Temporennen für die 40 Starter der U-15-Klasse. Aus Sicht des Kampfgerichts hatten sie es bis dahin etwas zu ruhig angehen lassen und fuhren nun also jede zweite Runde eine Punktewertung. Das Ergebnis dieser Maßnahme war schließlich der mit 37,8 km/h bis dahin schnellste gefahrene Gesamtschnitt. Die RU Wangen stellte mit Simon Nuber den Sieger dieser Altersklasse und auf Platz drei mit Sabrina Schweizer eine richtig erfolgreiche Renn-Amazone. Für den RSC Gat Kempten holte Michael Schwarzmann Rang zwei.
Fünf deutsche Meister bei der Jugend am Start
von links: Jakob Steigmiller RSC Biberach, Christopher Schmieg RKV Neuhausen, Fabian Schaar RSV Tailfingen und Michael Riedle RSC Sigmaringen.
Für das Hauptrennen des Tages, das Jugendrennen, hatte sich der Veranstalter für eine besondere Attraktion stark gemacht. Es war eine Einladung an fünf deutsche Meister dieses Jahres in unterschiedlichen Renndisziplinen ergangen, und alle waren angereist: Michael Riedle (Sigmaringen), Fabian Schaar (Team Adicom), Dominik Nerz (Wangen), Christopher Schmieg (Neuhausen) und natürlich Jakob Steigmiller vom RSC Biberach. In ihren Meistertrikots drehten sie eine Ehrenrunde im Rahmen einer Fahrervorstellung, bevor das eigentliche Rennen über 35 Runden gestartet wurde.
Jakob Steigmiller gewinnt nach erfolgreicher Flucht
v.l.: Fabian Danner RU Wangen (3.), Jakob Steigmiller RSC Biberach (1.) und Fabian Schaar RSV Tailfingen (2.).
Der Biberacher Lokalmatador und Meister im Mannschaftsverfolgungsfahren, Jakob Steigmiller, machte von Anfang an mit seinen ersten Plätzen in den beiden ersten Wertungen seinen Anspruch auf einen Gesamtsieg geltend. In der zweiten Runde erreichte er sogar mit 49,85 km/h die höchste Rundengeschwindigkeit des Tages, setzte sich ab der 16. Runde mit Fabian Schaar (Team Adicom) mit einer Attacke vom Feld ab, und beide bauten bis zur Schlusswertung ihren Vorsprung auf 39 Sekunden aus. In den Wertungssprints erreichten die beiden Ausreißer wie auch die Topfahrer des nachstürmenden Feldes Geschwindigkeiten von nahezu 60 km/h und boten Radrennsport vom Feinsten. Steigmiller gewann am Ende klar vor Schaar, als verdienter Dritter fand noch Fabian Danner (RU Wangen) seinen Platz auf dem Siegerpodest.

Dem Trio gebührte bei der Siegerehrung ebenso der Applaus wie dem RSC-Organisationsteam um den Vorsitzenden Dietmar Schmid und den jungen Zweiten Vorsitzenden Alexander Dangel.

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