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08.07.2006 Steigmiller holt zwei Titel und sieben Medaillen
Singen(vm): Mit sieben Medaillen bei sieben Starts, darunter zwei Meistertitel im 500-Meter-Zeitfahren und im Zweier-Mannschaftsfahren, ist Jakob Steigmiller vom RSC Biberach einer der erfolgreichsten Teilnehmer bei den baden-württembergischen Bahnmeisterschaften auf der Singener Radrennbahn gewesen.
3.Platz für Steigmiller in der 2000 Meter Verfolgung
Jakob Steigmiller
Zuerst herrschte Unsicherheit darüber, ob die Wettkämpfe auf der 200 Meter langen und steilen Betonbahn wie geplant stattfinden konnten. Durch den Dauerregen war die Bahn glitschig und unbefahrbar. Der Wettergott hatte aber ein Einsehen und so konnten, nachdem der Regen aufgehört hatte und die Bahn abtrocknete, die Wettbewerbe mit mehr als zwei Stunden Verspätung beginnen.
Der Bahnradsport ist wie die Leichtathletik in Sprint- und Ausdauerdisziplinen unterteilt, und als erste Ausdauerdisziplin stand die 2000-Meter-Verfolgung auf dem Programm. Steigmiller fuhr konstant schnelle Rundenzeiten und musste sich am Ende mit einer Zeit von 2:28,577 Minuten, nur um drei Zehntel-Sekunden geschlagen, mit der Bronzemedaille zufrieden geben.
Das RSC Team wird Vizemeister im Teamsprint
v.l: Raphael Ott, Jakob Steigmiller und Christian Dressler (TSG Wilhelmsdorf).
Dass Sieg und Niederlage auf der Bahn innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde liegen, erfuhren die RSC-Fahrer beim olympischen Teamsprint. Das Team Oberschwaben, bestehend aus Christian Dressler (TSG Wilhelmsdorf), Raphael Ott und Steigmiller, lag bis zum Start der letzten Mannschaft mit 43,783 Sekunden in Führung und wurden dann noch um drei Zehntelsekunden abgefangen und auf Rang zwei verdrängt. Der Vizemeistertitel bot trotzdem Grund zur Freude.
Jakob Steigmiller gewinnt souverän das 500 Meter Zeitfahren
Höchste Konzentration beim Start zum 500 Meter Zeitfahren.
Nach einem weiteren zweiten Platz im Kampfsprint schockte Steigmiller dann im 500-Meter-Zeitfahren die Konkurrenz mit einer Zeit von 37,181 Sekunden. Trotz stehendem Start entspricht diese Zeit einem Schnitt von über 48 km/h. Der erste Meistertitel war dem Ummendorfer Radrennfahrer nicht mehr zu nehmen.
Zwei Podestplätze im Punktefahren und in der Mannschaftsverfolgung
v.l: Jakob Steigmiller RSC Biberach, Marius Jessenberger SSV Ulm, Fabian Schnaidt RWV Wendelsheim und Christian Dressler TSG Wilhelmsdorf.
Beim anschließenden Finale im Punktefahren, das zugleich als 9. Etappe des LBS-Cups gewertet wurde, überrundete Steigmiller zusammen mit sieben weiteren Fahrern das komplette Feld und belegte den dritten Platz. Einen weiteren Vizemeistertitel errang der Ausnahmefahrer vom RSC Biberach im württembergischen Verbands-Vierer in der 3000-Meter-Mannschaftsverfolgung.
Jakob Steigmiller und Moritz Pfeiffer erringen den Meistertitel im 2er-Mannschaftsfahren
Jakob und Moritz bei der Ablösung während des 2er-Mannschaftsrennens.
Als letzte Disziplin wurde das Zweier-Mannschaftsfahren über 60 Runden gestartet. Diese durch die Sechstagerennen populär gewordene Wettkampfform forderte nach bereits sechs absolvierten Disziplinen von den Fahrern die letzten Kraftreserven ab. Und in der Manier der Sechstagefahrer fuhr Steigmiller zusammen mit seinem Partner Moritz Pfeiffer (RSV Öschelbronn) einen Rundenvorsprung heraus und verhinderte danach erfolgreich die Überrundungsversuche der anderen Teams. Der zweite Meistertitel war damit eingefahren, Jakob Steigmiller zu einem der erfolgreichsten Teilnehmer der Wettkämpfe aufgestiegen.

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