Ein völlig anderes Bild zeichnete sich am Donnerstag bei der Qualifikation in der 3000 Meter Mannschaftsverfolgung ab. "Wir haben uns gemeinsam mit dem Landestrainer gründlich auf diese Meisterschaft vorbereitet und an der Fahrtechnik gearbeitet" erklärt der deutsche Mannschaftsverfolgungsmeister des letzten Jahres und berichtete von den wochenlangen Bahnlehrgängen in denen die Verschmelzung von vier Einzelfahrern zu der Einheit eines Bahn-Vierers vonstatten geht.
Wie gründlich die Vorbereitungen waren zeigte sich in der Qualifikation. Obwohl nach 2000 Meter der vierte Mann abreißen lassen musste, gewannen die Württemberger in der Besetzung
Jakob Steigmiller, Moritz Pfeiffer (Öschelbronn), Fabian Schnaidt (Wendelsheim) und Christian Dressler (Wilhelmsdorf) die Qualifikation mit einer halben Sekunde Vorsprung auf den Vierer aus Thüringen. Die Zeit von 3,29.255 min entspricht der enorm hohen Durchschnittsgeschwindigkeit von 51,6 km/h.
So traten die Württemberger nachmittags als favorisierte Mannschaft im Finale gegen Thüringen an. Nach drei Runden passierte dann das Missgeschick — der vierte Mann musste zu früh abreißen lassen und der württembergische Vierer wurde für die restlichen sechs Runden zu einem Dreier. Dass ein Dreier nicht so schnell fährt wie ein Vierer wurde an der gefahrenen Zeit von 3,33.762 min offensichtlich. Die Mannschaft aus Thüringen bestätigte die Zeit aus der Qualifikation und gewann verdient den Meistertitel — aber auch das württembergische Team konnte sich über die Silbermedaille freuen.