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20.06.2010 Deutsche Straßenmeisterschaft 2010 im pfälzischen Bundenthal
BIBERACH &mdash Für vier Radrennfahrer des RSC Biberach hat am vergangenen Wochenende die Deutsche Straßenmeisterschaft der Schüler, Jugend und Junioren stattgefunden. Auf der anspruchsvollen Rundstrecke im pfälzischen Bundenthal haben sich die Biberacher Fahrer gut geschlagen.
Bereits am Freitag fuhren die Schülerfahrerinnen Laura Süßemilch und Isabell Seif in die Pfalz. Da die 35 Kilometer lange Meisterschaft schon am Samstagmittag startete, musste genug Zeit für eine gründliche Streckenbesichtigung ohne Hektik sein.

"Ein bisschen aufgeregt" waren die beiden schon, vor ihrem DM-Debüt. Mit 55 Startern war das Feld der beiden gut besetzt: "So ein großes Feld ist man als Mädchen nicht gewohnt", sagte Isabell Seif vor dem Rennen. In den "normalen" Rennen, wie zum Beispiel im Erdgas-Cup seien es nur 20 Starter.

Schon in der ersten von drei Runden zog sich das Feld am Berg auseinander. Laura Süßemilch hielt sich im Hauptfeld, Isabell Seif biss sich in einer 10-köpfigen Gruppe fest. In der Schlussrunde stürzte Süßemilch dann &mdash aber natürlich ging es gleich wieder aufs Rad. Zu ihrer vorigen Gruppe konnte sie nicht mehr auffahren; mit dem zweiten Hauptfeld erreichte sie auf Rang 13 das Ziel. Insgesamt sei sie "nicht unbedingt zufrieden", da sie bestimmt besser abgeschnitten hätte, wenn sie nicht gestürzt wäre. "So etwas passiert halt", war ihr Statement nach dem Rennen. Ihr Ziel hat sie dennoch erreicht, eine Platzierung in den Top15.

Zum Glück sturzfrei blieb Isabell Seif: im Zieleinlauf setzte sie sich gegen ihre Konkurrentinnen durch und belegte Rang 32.

Süßemilch ist bester Württemberger
Am Sonntagmorgen warteten rund 140 Fahrer der Jugendklasse auf den Startschuss, um auf dem 11 Kilometer langen Rundkurs ihre Deutsche Meisterschaft über sechs Runden auszutragen. Eric Süßemilch beschrieb das Rennen als "unrhythmisch"; gegen Ende sei es aber richtig schnell geworden. In der letzten Runde gelang es einem Duo, sich vom Feld zu lösen. Linus Seif versuchte zunächst, das entstandene "Loch" mit weiteren Fahrern wieder zu schließen, was aber an Unstimmigkeiten in der Verfolgergruppe scheiterte.

Nach 70 Kilometern bahnte sich schließlich ein Massensprint des Feldes an: Süßemilch positionierte sich taktisch geschickt und sprintete als 19. über den Zielstrich. Mit der Platzierung war er "schon zufrieden". Für das erste Jahr in der Jugendklasse ist das eine sehr gute Leistung, zumal er vom Landesverband Württemberg als Bester abgeschnitten hat. Als nächstes Ziel setzt er sich, im Herbst auf den Bahnsichtungsrennen in Augsburg gut abzuschneiden.

Seif rollte mit dem Hauptfeld auf Rang 49 ins Ziel: "Ich hab mich in den Kurven unterkriegen lassen", begründete er seine schlechte Position im Schlusssprint. Laut Landestrainer Bodo Kriegs sei er "seiner Favoritenrolle nicht gerecht geworden". Von dem enttäuschenden Ergebnis lässt er sich aber nicht demotivieren: "Der Gesamtsieg im LBS-Cup wäre schon ein Trostpflaster". Momentan ist Seif Fünfter in der Gesamtwertung des Cups.

Top10-Platzierungen beim Interstuhl-Cup in Bodelshausen
Zwei weitere Fahrer des RSCs konnten am Wochenende zuvor wieder einmal ihre gute Form beweisen:

Tobias Scheit startete in der Jugendklasse beim Interstuhlcuprennen in Bodelshausen. Dabei verpasste er das Podest nur knapp und belegte Rang 4. Damit führt Scheit weiterhin die Gesamtwertung der Rennserie an.

Im Rennen der U23 trat Ferdinand Birti für den RSC an. Es habe viele Attacken gegeben, außerdem habe er einen Defekt gehabt, berichtete Birti. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Rennens lag bei 43 km/h; trotz allem gelang ihm aber eine gute Platzierung: mit Rang 9 sei er zufrieden.


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