Eine starke Saison legt bislang
Juniorenfahrer Fabian Mailach hin, der in Biberach das Rennen der U19 für sich entschied. "Er zählt zurzeit zu den besten
Junioren in Deutschland und war schon Favorit", sagte
Lingenhöle. Unausgesprochen blieb, dass ein Radrennen oft eine ungeplante Eigendynamik entwickelt, in der aus Favoriten Geschlagene und aus Außenseitern Helden werden. Mailach blieb dies erspart, obwohl ihm auf der Strecke die Unterstützung eines Biberacher Teamkollegen fehlte, nachdem sich Florian Scheit vor einem Rennen in Frankfurt einen Bruch am Unterarm und eine Verletzung am Schulterblatt zugezogen hatte und er am Sonntag bei der Veranstaltung nur als Streckenposten zum Einsatz kam.
Fabian Mailach legte auf den 75 Kilometern dennoch ein "fast perfektes Rennen" hin, wie er selbst fand. Von Beginn an war der RSC-Fahrer einer der Tempomacher — gerade auf der steilen Passage zum Wettenberg hinauf —, und so zerfiel das Fahrerfeld früh. "Ich wollte das Feld klein fahren, dass nicht mehr so viele Fahrer dabei sind", sagte Mailach. Bald hatte sich ein Quintett abgesetzt, ehe in der letzten von neun Runden die Auslese auch in der Spitzengruppe begann. Mailach erhöhte bei der letzten Bergpassage abermals das Tempo, und zwei Konkurrenten verloren den Anschluss. Drei Sieganwärter kamen zusammen auf die Zielpassage in der Schweinhauser Straße, und Mailach erwies sich auch auf den letzten Metern als der Stärkste und Gewiefteste. 100 Meter vor dem Ziel ging er aus dem Windschatten der Konkurrenten und zog am bundesligaerprobten Manuel Öschger (Team Rothaus) und an Dominic Böke (RC Schwalbe München) vorbei. "Fabian nahm unlängst an einem Kriterium in Ludwigsburg teil und hat da kräftig Sprints geübt", meinte ein schmunzelnder
Bernhard Lingenhöle.