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25.05.2008 Die Taktik des Favoriten geht auf
Ummendorf(sz/aw) — Die Ausbeute des RSC Biberach beim Radrenntag "Rund um Schloss Ummendorf" lässt sich sehen: Zwei Siege gab es für den Veranstalter in den Schülerrennen, und Fabian Mailach veredelte die Biberacher Bilanz mit seinem Erfolg bei den Junioren U19. "Es war ein guter Tag", resümierte RSC-Trainer Bernhard Lingenhöle, der sich auch über weitere Platzierungen seiner Fahrer freute.

Von SZ-Redakteur Andreas Wagner
In der Vergangenheit hatte der Biberacher Radsportclub auf der anspruchsvollen Strecke bei Ummendorf auch Enttäuschungen erlebt. "Gerade beim Heimrennen ist man manchmal doch etwas gehemmt", so Lingenhöle. Diesmal war davon nicht die Rede. Kein anderer Verein verbuchte beim "Erdgas-Schüler-Cup" sowie beim "LBS-Cup" der Jugend, Junioren und Aktiven mehr Siege und Podestplätze als der RSC. Felix Bader war in der Altersklasse U11 nicht zu schlagen, und bei den Schülerinnen U13 landeten sogar zwei RSC-Fahrerinnen ganz vorn: Laura Süßemilch fuhr vor Isabell Seif über den Zielstrich. Bei den Schülerinnen U15 gelang Cosima Crocoll als Dritte der Sprung auf das Siegerpodium — was ihren Trainer besonders freute. "Sie hat sich seit Jahren kontinuierlich gesteigert."
Fabian Mailach gewinnt das Rennen der Junioren
Fabian Mailach fuhr in Ummendorf ein fast perkfektes Rennen und wurde mit der LBS-Cup Gesamtführung belohnt.
Eine starke Saison legt bislang Juniorenfahrer Fabian Mailach hin, der in Biberach das Rennen der U19 für sich entschied. "Er zählt zurzeit zu den besten Junioren in Deutschland und war schon Favorit", sagte Lingenhöle. Unausgesprochen blieb, dass ein Radrennen oft eine ungeplante Eigendynamik entwickelt, in der aus Favoriten Geschlagene und aus Außenseitern Helden werden. Mailach blieb dies erspart, obwohl ihm auf der Strecke die Unterstützung eines Biberacher Teamkollegen fehlte, nachdem sich Florian Scheit vor einem Rennen in Frankfurt einen Bruch am Unterarm und eine Verletzung am Schulterblatt zugezogen hatte und er am Sonntag bei der Veranstaltung nur als Streckenposten zum Einsatz kam.

Fabian Mailach legte auf den 75 Kilometern dennoch ein "fast perfektes Rennen" hin, wie er selbst fand. Von Beginn an war der RSC-Fahrer einer der Tempomacher — gerade auf der steilen Passage zum Wettenberg hinauf —, und so zerfiel das Fahrerfeld früh. "Ich wollte das Feld klein fahren, dass nicht mehr so viele Fahrer dabei sind", sagte Mailach. Bald hatte sich ein Quintett abgesetzt, ehe in der letzten von neun Runden die Auslese auch in der Spitzengruppe begann. Mailach erhöhte bei der letzten Bergpassage abermals das Tempo, und zwei Konkurrenten verloren den Anschluss. Drei Sieganwärter kamen zusammen auf die Zielpassage in der Schweinhauser Straße, und Mailach erwies sich auch auf den letzten Metern als der Stärkste und Gewiefteste. 100 Meter vor dem Ziel ging er aus dem Windschatten der Konkurrenten und zog am bundesligaerprobten Manuel Öschger (Team Rothaus) und an Dominic Böke (RC Schwalbe München) vorbei. "Fabian nahm unlängst an einem Kriterium in Ludwigsburg teil und hat da kräftig Sprints geübt", meinte ein schmunzelnder Bernhard Lingenhöle.
Julia Ott mit Stehvermögen
RSC-Fahrerin Julia Ott wäre im Wettbewerb der U17 gern in Mailachs Position gewesen, doch sie verlor frühzeitig den Kontakt zur Spitze. "Berge sind nicht so ihre Stärke", meinte ihr Trainer. Ihr Wille dagegen schon. Auch wenn sie lange Zeit ganz allein fuhr, erzielte sie mit Rang sechs ein gutes Ergebnis. Bernhard Lingenhöle: "Julia hat Stehvermögen bewiesen."

In den Rennen der Aktiven — Elite FT Frauen und Männer A/B/C-Klasse — spielten Fahrer des RSC Biberach keine Rolle. Bei den Frauen setzte sich früh ein Trio des Teams Rothaus Vita Classica Bad Krotzingen ab und machte den Sieg unter sich aus (Rosemarie Mayer gewann), bei den Männern lag am Ende ein Duo vom Team Rothaus vorn, Schnellster war David Rösch.

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