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21.07.2008 Jakob Steigmiller holt WM-Silber
Kapstadt(aw/sz) — Der Radsportler Jakob Steigmiller aus Ummendorf hat bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Kapstadt die Silbermedaille im Einzelzeitfahren gewonnen. Steigmiller musste sich nur dem Polen Michal Kwiatkowski geschlagen geben.

Von SZ-Redakteur Andreas Wagner
Abflug: Jakob Steigmiller fährt bei der WM von der Startrampe.
"Mit so einem Erfolg hatten wir nicht gerechnet", sagte der Jugendleiter des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Toni Kirsch. "Unser Ziel war es, dass beide Sportler (neben Steigmiller startete für den BDR noch Michael Hümberg vom RSC Überherrn; Anm. d. Red.) unter die Top-Ten fahren. Dass wir auch noch eine Silbermedaille gewinnen, damit war nicht zu rechnen." Auch Steigmillers Vereinstrainer vom RSC Biberach, Bernhard Lingenhöle, hatte im Vorfeld davon gesprochen, dass "ein Platz unter den besten zehn ein Erfolg wäre". Und dies war auch das erklärte Ziel des Sportlers selbst, wie er vor seiner Abreise nach Südafrika gegenüber dieser Zeitung erklärt hatte (siehe SZ vom 11. Juli). Von einer Medaille in dieser Disziplin war nicht die Rede.

Doch für den 18-jährigen Jakob Steigmiller lief es auf dem welligen Kurs in den Weinbergen Kapstadts prächtig. Der deutsche Zeitfahrmeister der Junioren legte die 26,8 Kilometer lange Strecke in einer Zeit von 36:21,54 Minuten zurück — fünf Sekunden langsamer als Michal Kwiatkowski. Auf den dritten Platz kam der Titelverteidiger aus den USA, Taylor Phinney, der 36:29 Minuten benötigte.
Überglücklich mit umgehängter Silbermedaille bei der Siegerehrung.
Wie Phinney hatte Steigmiller nur weniger als eine Woche zur Verfügung, um sich vor Ort gezielt auf das Zeitfahren auf der Straße vorzubereiten. Beide Sportler waren zuvor schon bei den Bahnwettbewerben im Einsatz. Während der US-Amerikaner in der Einerverfolgung Junioren-Weltmeister wurde, verpasste der Ummendorfer mit dem deutschen Vierer in der Mannschaftsverfolgung das Siegerpodium. Mit dem fünften Platz in dieser Disziplin war das BDR-Team hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Enttäuschung darüber dürfte bei Steigmiller nach dem bestenfalls erhofften Gewinn einer Medaille im Einzelzeitfahren verflogen sein.

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