"Mit so einem Erfolg hatten wir nicht gerechnet", sagte der Jugendleiter des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Toni Kirsch. "Unser Ziel war es, dass beide Sportler (neben Steigmiller startete für den BDR noch Michael Hümberg vom RSC Überherrn; Anm. d. Red.) unter die Top-Ten fahren. Dass wir auch noch eine Silbermedaille gewinnen, damit war nicht zu rechnen." Auch Steigmillers Vereinstrainer vom RSC Biberach,
Bernhard Lingenhöle, hatte im Vorfeld davon gesprochen, dass "ein Platz unter den besten zehn ein Erfolg wäre". Und dies war auch das erklärte Ziel des Sportlers selbst, wie er vor seiner Abreise nach Südafrika gegenüber dieser Zeitung erklärt hatte (siehe SZ vom 11. Juli). Von einer Medaille in dieser Disziplin war nicht die Rede.
Doch für den 18-jährigen
Jakob Steigmiller lief es auf dem welligen Kurs in den Weinbergen Kapstadts prächtig. Der deutsche Zeitfahrmeister der
Junioren legte die 26,8 Kilometer lange Strecke in einer Zeit von 36:21,54 Minuten zurück — fünf Sekunden langsamer als Michal Kwiatkowski. Auf den dritten Platz kam der Titelverteidiger aus den USA, Taylor Phinney, der 36:29 Minuten benötigte.