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| Das international besetzte Peloton am Start. |
Auf der dritten Etappe über 110 km von Mont-Saint-Martin nach Bouligny wendete sich dann das Blatt: Aufgrund dem hohen Renntempo (42,5 km/h) bildete sich schon nach 15 km eine 10-köpfige Spitzengruppe, zu der Scheit im Verlauf der Etappe mit weiteren Fahrern aufschließen konnte. 30 km vor dem Ende wurde dann die 20-köpfige Gruppe unter dem Tempodiktat der russischen Nationalfahrer gesprengt und der Biberacher fuhr zusammen mit zwei Russen, einem Franzosen und einem Ecuadorianer dem Rest auf und davon. Im Ziel hatte die fünfköpfige Gruppe dann fast zweieinhalb Minuten Vorsprung und Scheit übernahm mit Platz drei im Sprint hinter David Villavicencio (ECU) und Konstantin Kuperasov (RUS) auch Platz drei in der Gesamtwertung.
Die vierte Etappe bestand aus einem 15 Kilometer langen Zeitfahren — eine Disziplin in der Florian Scheit in der Vergangenheit nicht zu den Besten gehörte. Beflügelt durch die gute Ausgangssituation wuchs er dann aber über sich hinaus und fuhr mit einer Zeit von 20:28 Minuten (43,97 km/h) auf Platz 13, verlor nur 1:30 Minuten auf den Sieger und konnte Rang drei in der Gesamtwertung verteidigen.
Bei der finalen Etappe mussten dann nochmals 95 Kilometer zurückgelegt werden. Das Führungstrikot hatte inzwischen Konstantin Kuperasov (RUS) übernommen und seine russischen Teamkollegen kontrollierten in der Manier einer Profimannschaft die Etappe, vereitelten weitere Fluchtversuche, bis bei Kilometer 85 dann doch einer fünfköpfigen Gruppe die Flucht gelang. Da die ersten vier der Gesamtwertung sich in der Spitzengruppe befanden, waren Verschiebungen im Gesamtklassement nicht mehr zu befürchten. Scheit überfuhr auf Platz drei die Ziellinie, bei der mit einem Stundenmittel von 44,1 km/h enorm schnellen Etappe.
In der Gesamtwertung hatte er am Ende 1:06 Minuten Rückstand auf Kuperasov, 22 Sekunden auf den Zweitplatzierten Nick van der Lijcke (NED) und durfte bei der Siegerehrung bester deutscher Fahrer den bislang größter Erfolg seiner Radsportkarriere feiern.
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