"Bahnfahren ist viel stressiger als auf der Straße fahren: die ganze Zeit warmfahren, ausrollen und immer wieder Pausen", schilderte
Isabell Seif. Auf zwei Tage waren die Disziplinen 500 Meter- und 100 Meter-Zeitfahren, Punktefahren, Ausscheidungsfahren und Scratch verteilt, aus denen sich am Ende eine Gesamtplatzierung ergibt. Am Besten schnitt Seif mit Rang 3 im Zeitfahren über 500 Meter ab, "schlechter als erwartet" lief hingegen das 100 Meter-Zeitfahren, bei dem Seif Rang 7 belegte. Als "ganz gut" beurteilte
Laura Süßemilch ihr Ergebnis: Rang 5 belegte sie im 100 Meter-Zeitfahren, Rang 10 im 500 Meter-Zeitfahren.
Als erste Massendisziplin wurde das Punktefahren, vergleichbar mit einem Kriterium im Straßenradsport, ausgetragen. "Es waren sieben Wertungen, die zweite Wertung habe ich gewonnen und in der vierten Wertung habe ich auch noch einen Punkt geholt. Wir hatten immer so ein Tempo, dass es ordentlich schnell war", so Seif. Der vierte Platz war der Lohn für die Mühe. Auch ihre Vereinskollegin
Laura Süßemilch konnte punkten und wurde fünfte. Nach einem sturzfrei überstandenen Ausscheidungsfahren, bei dem Seif Rang 5 und Süßemilch Rang 4 belegte, entschied letztlich das Scratch, ein Bahnrennen auf Endsieg, über die Gesamtwertung. Dabei stürzte Süßemilch fast: "Da ist mir in der letzten Runde jemand ins Vorderrad reingefahren". Rang 15 war das Ergebnis, Seif wurde siebte, ebenfalls durch den Fahrfehler behindert. Für
Laura Süßemilch war Rang 9 das Gesamtergebnis, Seif wurde fünfte: "Ich wäre schon glücklich gewesen, wenn ich unter die ersten zehn gekommen wäre. Die, die da vor mir sind, trainieren ja regelmäßig auf der Bahn". Die nächste Radrennbahn ist bei Stuttgart, sodass beide nicht regelmäßig auf der Bahn trainieren können. " Rein vom Potential her sind unsere beiden so gut, dass sie auf das Treppchen fahren könnten. Wenn man aber auf der Bahn Spitzenleistungen bringen will, muss man auch dementsprechend trainieren", weiß Trainer
Bernhard Lingenhöle. Die Platzierungen von Süßemilch und Seif seien zu erwarten gewesen, "die Isabell ist auf der Bahn richtig gut".