Ausgetragen wurde die Meisterschaft in den Disziplinen Teamsprint, Madison und Omnium. Seif gewann den U19-Teamsprint zusammen mit Marco Mathis (TV Kressbronn) und Dennis Vogt (RSC Schönaich), Süßemilch verpasste in der U17-Klasse nur knapp den Titel und belegte Rang 2. Ereignisreich war das Madison: das Zweier-Mannschaftsrennen mit Punktewertungen wurde nach der ersten Rennhälfte neutralisiert wegen eines Regelverstoßes zweier Fahrer. Für Seif kam diese Unterbrechung gerade richtig, da er so einen Defekt beheben konnte. Für Süßemilch, der zu diesem Zeitpunkt ein konkurrierendes Team weit hinter sich gelassen hatte, war die Neutralisierung weniger gut: "Nach der Unterbrechung mussten wir alles geben, damit wir die anderen wieder abhängen können". Das gelang, und Süßemilch wurde mit Nathan Müller (RSV Öschelbronn) Baden-Württembergischer Meister. Seif belegte mit Marco Mathis Rang 2 und zeigte sich zufrieden: "Es hat ein paar richtig gute Aktionen von uns gegeben". Einen weiteren Titel konnte er sich in der Mannschaftsverfolgung sichern. Das Omnium wurde in den Disziplinen 200 Meter-Zeitfahren, Einerverfolgung, Punktefahren und Ausscheidungsfahren ausgetragen. Nach den beiden Zeitfahren lagen sowohl Süßemilch als auch Seif auf Rang 3 der Omnium-Wertung. Seif konnte seinen dritten Platz nach Rang 6 im Punkte- und auch im Ausscheidungsfahren nicht mehr halten und wurde vierter: "Ich bin gerade nicht in Bahnform, die kurzen Einheiten liegen mir im Moment nicht so". Bei Süßemilch hingegen liefen die beiden Massenwettkämpfe besser. Im Punktefahren belegte er nach einem schnellen Rennen Rang 2, "am Anfang lief es gar nicht so gut, aber es war zu sehen, dass ich hinten raus stärker war". Weniger gut war das Ausscheidungsfahren, in dem Süßemilch Rang 5 belegte: "Das kann ich einfach nicht so gut und ich bin das auch noch nicht oft gefahren". In der Gesamt-Omniumwertung gewann Süßemilch so die Bronzemedaille.
Tags drauf gönnte sich Süßemilch keineswegs einen Ruhetag, sondern trat zum Rundstreckenrennen in Stuttgart-Mühlhausen an. "Die erste Runde sind wir den Berg langsam hochgefahren. Dann habe ich Druck gemacht, sodass es das Feld auseinandergerissen hat", beschrieb Süßemilch den Rennverlauf. In der dritten Runde attackierte er am Berg und setzte sich mit zwei weiteren Fahrern ab, im Schlusssprint ging er knapp als Sieger hervor.
Für die
U15-Fahrer
Felix Bader,
Laura Süßemilch und
Isabell Seif zählte das Rennen zum Erdgas-Cup. Bader belegte Rang 3 und ist jetzt auch dritter in der Gesamtwertung des Cups: "Theoretisch könnte ich noch auf den zweiten Platz kommen. Das wichtigste ist aber, dass ich meinen dritten Platz festige". Ihr Führungstrikot im Erdgas-Cup konnte
Laura Süßemilch weiter festigen. Im gemeinsam gestarteten Rennen mit den
U15-Schülern konnte sie sich als einzige
U15-Schülerin im Feld halten, "da musste ich nur noch die letzte Runde mitrollen und gar nicht mehr sprinten".
Isabell Seif wurde dritte: "Sie hat ein gutes Rennen gezeigt", urteilte Trainer
Bernhard Lingenhöle. Komplettiert wurde das Ergebnis durch
Moritz Bader, der das
U11-Rennen überlegen gewann. Ein positives Fazit aus den Platzierungen zog
Bernhard Lingenhöle: "Keine andere Mannschaft stand so oft auf dem Treppchen wie die Biberacher".