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29.05.2011 Doppelerfolg für den RSC Biberach
Biberach &mdash Im pfälzischen Offenbach ist am vergangenen Wochenende die Süddeutsche Meisterschaft der Schüler-, Jugend- und Juniorenradsportler ausgetragen worden. Mit dabei waren die beiden Biberacher Radsporttalente Linus Seif und Eric Süßemilch.
Linus Seif
Sein bisher größter und auch unerwarteter Erfolg gelang dem Juniorenfahrer Linus Seif. "Mir war schon klar, dass ich eine gute Form hab . Meine Angst war aber, dass ich einen Defekt habe". Diese Angst war durchaus begründet, die überwiegend flache Rundstrecke führte über holprige Feldwege mit schlechter Straßenqualität. Die war nach Seifs Einschätzung jedoch nicht die größte Schwierigkeit: "Auf der Strecke war der Wind der größte Gegner, der hat am meisten Kraft gekostet. Deshalb hatte ich vor, die ersten 60 Kilometer hinten drin zu fahren und gar nichts zu machen". Bereits zu Anfang des 120 Kilometer langen Rennens setzte sich eine Spitzengruppe ab, "dann hat es immer mal wieder eine Gruppe versucht". Als eine Vierergruppe attackierte, setzte Seif nach und fuhr auf die Spitzengruppe auf. Dort beteiligte er sich aktiv an der Führungsarbeit: "Ich hab immer für Druck gesorgt". Als sich abzeichnete, dass die Gruppe ihren Vorsprung würde halten können, begannen die Fahrer des Landesverband Württembergs, zu denen auch Seif gehört, teamtaktisch zu fahren. Seif nutzte die Rennsituation geschickt und attackierte. "Ich hab nach hinten gesehen und gemerkt, der Abstand wächst. Dann bin ich einfach durchgefahren". Zweifel, dass seine Solofahrt scheitern könnte, erwiesen sich als grundlos, die anderen Fahrer aus Württemberg fuhren taktisch klug für ihren Teamkollegen: "Ich hab s erst gar nicht gedacht. Aber als ich das Ortsschild gesehen habe, wusste ich, dass ich gewonnen hab." Die letzten Meter bis zum Zielstrich konnte Seif vom Publikum umjubelt genießen, im Bewusstsein, den Titel des Süddeutschen Meisters gewonnen zu haben: "Wenn s läuft, dann läuft s", kommentierte Seif seinen wohl größten Erfolg. Trotzdem hat er sich keine konkrete Platzierung für die Deutsche Meisterschaft, die in drei Wochen stattfindet, gesetzt. "Nach dem Rennen ist es schon eine Bestätigung, dass die Form da ist. Ich mach das Beste daraus".
U17
Eric Süßemilch im Zielsprint
"Das hat einen hohen Stellenwert", lobte Eric Süßemilch seinen Vereinskollegen, "da waren wirklich die Stärksten aus Süddeutschland da". Süßemilch startete im Rennen der Jugend ebenfalls mit einer starken Konkurrenz. Die Feldwege erschwerten dem 120-köpfigen Starterfeld das Rennen: " Es gab oft Stürze weil es so eng war". Aus diesem Grund positionierte sich Süßemilch vorne im Feld, "wenn eine Gruppe gegangen ist, habe ich immer versucht mitzugehen". Schließlich bildete sich eine Spitzengruppe, mit dabei Süßemilch. 3 Kilometer vor dem Ziel probierte Süßemilch, sich abzusetzen, wurde aber wieder eingeholt. Im Schlusssprint unterlag er nur knapp und wurde Zweiter. "Das ist schon ein großer Erfolg. Ich hätte eigentlich gedacht, dass es anders ausgeht, Bayern hatte vier potentielle süddeutsche Meister". Rückschlüsse auf den Verlauf der Deutschen Meisterschaft zieht Süßemilch nicht aus dem Ergebnis in Offenbach: "Das sieht man während dem Rennen. Da muss man schauen, dass man das Maximale rausholt".
Auch Schülertrainer Bernhard Lingenhöle ist sich mit den Ergebnissen von Seif und Süßemilch mehr als zufrieden: "Die haben bei uns klein angefangen und haben es so weit gebracht".
U15
"Landschaftlich war es nicht gerade das schönste Rennen", kommentierte Felix Bader die eher flache Strecke. "Am Anfang war es ein schneller Start, dann gab es schon die ersten Stürze". In diese wurde auch Marek Lutz verwickelt: "Vor mir waren zwei Stürze, da musste ich ausweichen und bin zurückgefallen". Wieder auf das Hauptfeld aufzufahren kostete ihn viel Kraft und eine vordere Platzierung. "Es ist schon ein großer Erfolg, dass er sich für die Süddeutsche Meisterschaft qualifiziert hat", schätzt Trainer Bernhard Lingenhöle Lutz ein, der erst seinen fünften Wettkampf bestritt. Ein toller Erfolg sei auch das Ergebnis von Felix Bader. Nach 40 Kilometern Renndistanz bahnte sich ein Sprint des Hauptfeldes um die vorderen Platzierungen an: "Da hat der letzte Tick gefehlt, ich hätte weiter vorne sein können". Mit Rang 16 löste Bader sein Ticket zur Deutschen Meisterschaft. Bis dahin wolle er sich noch mal steigern und seine Top-Form erreichen, da ihn eine Krankheit sehr zurückgeworfen habe. "Ich würde gerne unter die ersten fünf kommen", setzt sich Bader zum Ziel. Das Potential, unter die ersten Deutschlands zu fahren, habe er auf jeden Fall,
so Lingenhöle. Dass die Meisterschaftsstrecke bergig ist, komme ihm entgegen: "Je bergiger, desto besser ist es für ihn".

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