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Unter dieser Rubrik sind alle Fahrer aufgeführt, die den aktiven Rennsport beendet haben. Auch so manch ein Talent, dem wir viel zugetraut haben, befindet sich darunter.
Wieso hört man auf Rennen zu fahren?
Die Gründe hierfür sind vielfältig und im Zweifelsfalle bei jedem Fahrer individuell. Oft genannte Gründe sind:
  • Steigender Zeit- und Trainingsaufwand
    Über die verschiedenen Altersstufen erhöht sich der Trainingsaufwand, da die Rennen länger werden. Die Schüler fahren ca. 4000-7000 km im Jahr. Die guten Jugendfahrer kommen da schon auf über 10000 km. Bei den Junioren erhöht sich der Aufwand nochmals deutlich.
  • Schule und Beruf
    Spätestens mit dem Beginn einer Ausbildung nimmt die verfügbare Zeit rapide ab.
  • Andere Prioritäten und Interessen
    Über die Pubertät stellen sich andere Interessen ein, die entweder viel Zeit beanspruchen oder nicht mit dem Rennsport kompatibel sind. Es ist z.B. sehr schwierig als Juniorenfahrer Samstag Nacht in der Disco zu verbringen und am nächsten Morgen 100 km Rennen zu bestreiten. Es muss eben jeder für sich selbst entscheiden was für ihn wichtig ist und wie die unterschiedlichen Interessen koordiniert werden können. "Dolce vita" ist nichts Verwerfliches, sondern gehört genauso zum Leben, wie das "Quäl Dich" am Berg oder im Beruf. Ich spreche da aus eigener Erfahrung und habe dies auch erst in späteren Jahren gelernt.
Was bleibt übrig?
Tja, was bleibt übrig? Die Frage stelle ich mir, während ich in meinem Arbeitszimmer sitze und meine Pokale und Siegerschleifen aus den 70er und 80er Jahren betrachte. Übrig bleiben die erworbenen und ausgebildeten Eigenschaften:
  • Der Wille durchzuhalten wo Andere aufgeben
  • Die Fähigkeit an sich zu arbeiten
  • Das Selbstbewusstsein, welches aus den Erfolgen resultiert
  • Die Freude an der Bewegung
  • Ganz schön schnelle Beine :-))
  • und die große Liebe zu einer wunderbaren Sportart
In diesem Sinne wünsche ich den Pattis und Philipps, Fabis und Sebbis, dass sie Ab und Zu den Weg auf das Fahrrad finden und bei moderatem Tempo, im Sonnenschein, dahingleiten und die Freude an der Bewegung spüren, leben und an die nächste Generation weitergeben.

© 2002-2012 RSC Biberach 1962 e.V.Anregungen, Lob und Kritik bitte an Ferdinand Birti RSC Biberach