Einzelbeitrag Titel

Einzelbeitrag Untertitel/Bildtext/Beschriftung

U23 Europameisterschaften Bahn | 2018

Vom 21.08. bis 26.08. fanden in Aigle (Schweiz) die U23 Europameisterschaften auf der Bahn statt. Laura Süßemilch ging in der Einerverfolgung und Mannschaftsverfolgung an den Start und sicherte sich die Bronzemedaille mit der Mannschaft.

Am Dienstag, dem ersten Renntag, der Europameisterschaften fanden die Einerverfolgung statt. „Bisher war meine persönliche Bestzeit in dieser Disziplin 3:45 Minuten“, sagte Laura Süßemilch. „Mein Ziel war es, diese auf jeden Fall zu toppen“. In den letzten Wochen trainierte sie sehr viel und arbeitete hart an sich, um an ihrem Saisonhöhepunkt richtig fit zu sein. Mit einer Zeit von 3:37 Minuten unterbot sie nicht nur ihre persönliche Bestzeit, sondern wurde auch Vierte in der Qualifikation. Die ersten vier Fahrerinnen zogen ins Finale ein. Somit musste Süßemilch am Abend noch einmal starten. Am Ende blieb es trotzdem bei Platz vier. „Ich könnte mich darüber ärgern, dass ich das Treppchen so knapp verpasst habe. Jedoch bin ich sehr glücklich mit diesem Ergebnis und vor allem mit meiner neuen persönlichen Bestzeit“, erzählte die Radsportlerin.

Am Donnerstag ging es mit der Mannschaftsverfolgung weiter. Mit einer Zeit von 4:36 Minuten in der Qualifikation wurde das deutsche Team um Süßemilch dritter und kam eine Runde weiter. Für den folgenden Tag waren alle sehr motiviert. Nur war die Unsicherheit groß, ob die anderen Mannschaften nicht noch nachlegen konnten. „Im zweiten Lauf verbesserten wir uns nochmal um 3 Sekunden und waren eine der vier Mannschaften, die am Abend ins Finale einzogen“. Im Finale standen sie den Weißrussinnen gegenüber. Süßemilch: „Wir standen sehr unter Druck und wollten uns unbedingt die Medaille holen“. Bis zur Hälfte des Rennens lagen die Weißrussinnen zwei Sekunden vorne. „Unser Trainer gab eindeutige Signale, dass wir reagieren müssen, sonst würden wir den Lauf verlieren“. Ab dem zweiten Kilometer wurden die Weißrussinnen dann langsamer. „Die wollten uns schon am Anfang des Rennes verunsichern und sind deshalb sehr schnell losgefahren. Wir haben uns davon aber nicht verrückt machen lassen“, ergänzte Süßemilch. Das deutsche Team musste ab jetzt reagieren und weiter technisch sauber fahren, um die 4000 Meter mit einem Podiumsplatz abzuschließen. Mit einer Zeit von 4:32 Minuten holten die vier Fahrerinnen letzten Endes die Bronzemedaille.

„Ich bin sehr glücklich über mein Ergebnis in der Einzeldisziplin und darüber, dass ich mit einer Bronzemedaille nach Hause fahre“, freute sich die Radsportlerin. „Wie immer bleibt aber nicht viel Zeit, sich auszuruhen, bereits in ein paar Tagen geht es schon wieder weiter zu den nächsten Rennen. Allerdings geht es dieses Mal auf die Straße“. Eine viertägige Rundfahrt, die Lotto Belgium Tour, steht für die sechs Nationalkaderfahrerinnen auf dem Plan. Bis dahin muss Süßemilch nochmal viel Kraft sammeln und das richtige Training absolvieren, um wieder motiviert die nächste Reise antreten. (AI) Fotos: nicht bekannt